Samstag, 31. Oktober 2009

Trulli-Boom in Apulien

Focus-Artikel vom 13.10.:

Ausländer zahlen viel Geld für die kleinen runden Steinhäuser mit den zipfeligen Dächern. „Als die Unesco Alberobello 1996 auf die Liste des Weltkulturerbes gesetzt hat, hat das im Ausland ein enormes Interesse erzeugt. Jetzt ist die Stadt das wichtigste touristische Ziel in Apulien“, sagt Reiseveranstalter Donato Mastronardi. „Man kann wirklich von einem Boom sprechen.“

Der Boom hat auch dazu beigetragen, das Welterbe zu bewahren und die einzigartigen Bauwerke zwischen Bari und Brindisi, am Absatz des italienischen Stiefels, zu restaurieren. Einzelne steinerne Rundhäuser stehen auch in den rheinhessischen Weinbergen, wo Arbeiter aus Apulien Schutzhäuser nach dem Vorbild ihrer Heimat errichteten. Doch nirgends sonst gibt es so viele Trulli wie in der Region um Alberobello – rund 1500 allein in dem apulischen Städtchen.

Heiraten im Trullo


In dem Trulli-Viertel sieht es aus wie im Märchen, und vielen Besuchern kommt es so vor, als könne zwischen den spitz zulaufenden Dächern aus Kalkstein oder hinter den winzigen Fenstern in den dicken Steinwänden gleich ein Fabelwesen auftauchen. „Die Olivenbäume, die sanften Hügel, die Farben – das ist es, was unsere Besucher lieben“, schwärmt Mastronardi. Fast jeden Tag meldeten sich Japaner, sagt der Reiseveranstalter. „Für sie ist es wirklich etwas Besonders, hier zu heiraten.“ Für diesen Anlass hat die Stadt sogar eine passende Trullo-Kirche samt Glockenturm zu bieten. Auch Briten drängeln sich in den engen Gassen von Alberobello – jedoch weniger zum Heiraten als vielmehr zum Investieren.

„Das begann vor fünf Jahren, als das Pfund stark war und die Leute ihr Geld in Immobilien anlegen wollten“, erinnert sich Mastronardi. Schnell erkannte die Billig-Airline Ryanair den Trend und bot günstige Direktflüge von London aus an. Die Besitzer und Bewohner der Trulli nutzten das wachsende Interesse und begannen, die zum Teil nach Dutzenden oder Hunderten von Jahren bereits verfallenden Gebäude zu restaurieren. Die ältesten Gebäude sollen noch aus dem 16. Jahrhundert stammen.

Ehemals waren Trulli Häuser für Arme


Errichtet wurden die Rundhäuser von Bauern, die kein eigenes Land hatten. Mit der Bauweise, die ohne jeden Mörtel auskommt, verschafften sie sich – auch ohne Genehmigung – ein Dach über dem Kopf, wie Mastronardi erklärt: „Bei einer Kontrolle konnten sie das Haus schnell auseinandernehmen – und nachts wieder aufbauen.“

Praktisch sind die dicken Steinmauern bis heute: Im Sommer halten sie die Hitze draußen, im Winter schützen sie vor der Kälte. Besucher zahlen für eine Übernachtung so viel wie im Hotel: zwischen 70 und 110 Euro für ein Doppelzimmer. Die Kaufpreise schwanken je nach Ausstattung zwischen einigen Tausend bis zu mehreren Hunderttausend Euro – manche Trulli verfügen sogar über einen eigenen Pool. Die verstärkte Nachfrage in den vergangenen Jahren ließ auch die Kosten für die Renovierung steigen. 15 000 Euro kostet es heute, ein Steindach zu erneuern – vor zehn Jahren war es nur ein Zehntel des Preises.

Charme und Magie - Apuliens Dörfer

Im Focus - Magazin erschien ein ausführlicher Bericht über Apulien - Link:
http://www.focus.de/reisen/reisefuehrer/italien/tid-8696/tid-8697/sueditalien-apulien_aid_235196.html

Sonntag, 11. Oktober 2009

Artikel auf ntv

Der Fernsehsender ntv hat auf seiner Webseite einen ausführlichen Bericht über den Salent veröffentlicht. Hier der Link:
http://www.n-tv.de/reise/dossier/Freundliche-Halbinsel-Salento-article526708.html

Montag, 1. Juni 2009

Neue Buslinien ab/zu den Flughäfen

Ab 01.06. bietet PugliaAirBus mehrmals täglich Busverbindungen zwischen den Flughäfen Apuliens an und zwar zwischen:
- Bari Flughafen und Brindisi Flughafen
- Bari Flughafen und Foggia Flughafen
- Foggia Flughafen und Tarent Bahnhof
- Bari Flughafen und Matera (Basilikata)
Für Infos und Preise in deutscher Sprache:
http://pugliairbus.aeroportidipuglia.it/#de

Dienstag, 26. Mai 2009

Historienspiele zu Ehren Friedrich II.

Die Stadt Gioia del Colle wird dieses Jahr am 25. und 26. Juli zum ersten Mal ein historisches Kostümfest zu Ehren Friedrich II. veranstalten. Geplant ist, die Altstadt in einen historischen Hof zu verwandeln, Ritterkämpfe zu organisieren, Hofnarren und Akrobaten auftreten zu lassen und einen mittelalterlichen Markt abzuhalten, wo die Besucher etwas über Speisen und Getränke der Zeit Friedrich II. erfahren können.
Die Stadt wird heute noch von einer Burg überragt, die im Auftrag des Hohenstaufers erbaut worden ist. Gioia del Colle war ein beliebter Aufenthaltorts Friedrichs. Im Jahre 1250 durchquerte der Leichenzug des Kaisers die Stadt auf dem Weg nach Palermo.
Eine Legende will, dass seine Angetraute Bianca Lancia auf der Burg eingesperrt wurde, nachdem sie ihn betrogen hatte ...

Donnerstag, 14. Mai 2009

Neue Flüge nach Apulien

Germania fliegt ab 21. Mai 2009 erstmals die süditalienische Stadt Bari an. Fluggäste können immer montags und donnerstags ab Düsseldorf und Basel in die Metropole der Region Apulien reisen. Flüge ab Düsseldorf sind ab 79 Euro pro Strecke inklusive Steuern und Gebühren erhältlich, ab Basel bereits ab 59 Euro.

Ab Düsseldorf startet der Flug jeweils immer um 6:35 Uhr, Ankunft in Bari ist um 8:50 Uhr. Der Rückflug in die Rheinmetropole findet um 14:35 Uhr statt, Ankunft in Deutschland ist um 17:00 Uhr. Fluggäste ab Basel starten um 12:10 Uhr und landen um 13:55 Uhr in Bari. Der Rückflug erfolgt um 9:30 Uhr und erreicht die Schweizer Metropole um 11:30 Uhr. Die Verbindung ab Basel ist auch für Passagiere aus der Region Freiburg sowie aus dem Schwarzwald interessant. Geflogen wird jeweils mit Jets vom Typ Boeing 737-300 mit 136 Sitzplätzen.

Ausführlicher Stern-Artikel über Apulien

Unter folgendem Link können Sie einen ausführlichen Artikel über die Region Apulien lesen - geschrieben von Daniela Horvath:

http://www.stern.de/reise/europa/:Reiseziel-Mittelmeer%2C-Teil-2%3A-Apulien-Italiens-Ende/661149.html#rss=all